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Die Geschichte von Buenos Aires

Der Ursprung des Namens ,Buenos Aires“

Buenos Aires ist die Hauptstadt und die größte Stadt Argentiniens. Das südliche Ende der Hauptstadt liegt am Rio de la Plata, exakt entlang der Südostküste von Südamerika. Wegen der Konflikte nach dem neunzehnten Jahrhundert wurde Buenos Aires föderalisiert und deshalb von der Buenos Aires Provinz ausgeschlossen.

Ursprünglich stammt der Name "Buenos Aires" von der Heiligkeit der „Nostra Signora di Bonaria“. Das steht für „Unsere Lady der guten Luft“ im Italienischen und für "Virgine de Bonaria“ im Spanischen. Die heilige Stätte, nach der die Stadt benannt ist, wurde in Cagliari, Sardinien, gegründet. Wegen der Teilung der Stadt von der Buenos Aires Provinz, bezeichnen die Argentinier die Stadt Buenos Aires oftmals als föderalistische Hauptstadt, um eindeutig zwischen Stadt und Provinz zu unterscheiden. In der argentinischen Verfassung wird die Stadt als autonome Stadt von Buenos Aires bezeichnet.

Geschichte

Die Stadt wurde entdeckt, als Juan Dias de Sois aus Portugal per Seefahrt im Namen Spaniens ankam. Im Jahre 1516 war er der erste Europäer, der den Rio de la Plata erreichte. Seine Expedition wurde abgekürzt, als er von den einheimischen Charrua, die dort wohnten, wo heute Uruguay liegt, getötet wurde. Als erstes wurde die Stadt als Ciudad de Nuestra Senora Santa Maria del Buen Ayre gegründet. Wegen Attacken von einheimischen Stämmen wurden die Ansiedler im Jahr 1541 vertrieben und die Stätte wurde komplett verloren.

Die zweite Ansiedlung, die diesmal auch eine permanente war, erfolgte im Jahr 1580 durch Juan de Garay. Wegen der Lage der Stadt entlang einer Wasserfront hängte ihr Erfolg zum größten Teil vom Handel ab. Spanien war sich eindeutig den enormen Möglichkeiten zum wirtschaftlichen Aufschwung bewußt und bestand deshalb darauf, dass der gesamte Handel nach Europa über Lima in Peru laufen muss. Das war während des 17. und 18. Jahrhunderts der Fall und alle Steuern wurden von Spanien einkassiert. Dieses System frustrierte die einheimischen Händler in Buenos Aires, die schon bald eine Gegenbewegung organisierten. Extrem negative Gefühle in den Häfen von Buenos Aires gegen die spanischen Autoritäten waren die Folge. Später lockerte Carlos III aus Spanien die Handelsbeschränkungen und erklärte Buenos Aires zum offenen Hafen gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

In den Jahren 1806 und 1807 erfolgten zwei britische Invasionen am Rio de la Plata, doch diese konnten von den lokalen Militanten abgewehrt werden. Am 25. Mai 1810, während Spanien im Pantinenkrieg involviert war, attackierten die lokalen „Criollo“-Bürger erfolgreich die Spanische Herrschaft und setzten eine provinziale Regierung ein. Heutzutage ist der 25. Mai der Staatsfeiertag. An diesem Tag wurde im Jahr 1816 formal die Unabhängigkeit erklärt.

Heute ist Buenos Aires Argentiniens wichtigstes Zentrum für liberalen und freien Handel. Dagegen sind viele Provinzen im Nordwesten des Landes sehr konservativ-katholisch. Wegen dieser unterschiedlichen Ansichten erfolgten zentral-föderalistische Konflikte im 19. Jahrhundert in den meisten Provinzen. Auch gewaltsame Zusammenstöße zwischen den unterschiedlichen Gewalten waren die Regelmäßigkeit.

Während des 19. Jahrhunderts litt die Stadt von Seeblockaden – einerseits in den Jahren 1830 bis 1840 von den Franzosen, anderseits von einer Französisch-Englischen Blockade, die im Jahr 1845 begann. Beide Blockaden verfehlten allerdings ihr Ziel. Die Stadt gab nicht auf und die ausländischen Mächte sahen schließlich von ihren Forderungen ab.

Während des 19. Jahrhunderts blieb der politische Status von Buenos Aires ein sensitives Gebiet. Das war zum Teil die Folge der Nachfolge von Buenos Aires aus der Provinz von Buenos Aires zwischen 1853 und 1860. Dieses Problem wurde bis 1880 nicht gelöst, als die Stadt föderalisiert und schließlich zum Sitz der Regierung und der Bürgermeister zum Präsidenten ernannt wurde. Die Casa Rosada wurde zum offiziellen Sitz und Büro des Präsidenten.

Mit dem 19. Jahrhundert begann letztendlich die Konstruktion der Eisenbahn durch das ganze Land, vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Diese Bauten kamen gemeinsam mit der erhöhten wirtschaftlichen Stärke von Buenos Aires, die aus den enormen Beständen an Rohmaterialien resultierten, die in die Fabriken geliefert wurden. Deshalb wurde die Stadt zu einem multikulturellen Zentrum, das mit anderen Weltstädten in Europa konkurrieren konnte.

Ein wichtiges Gebäude dieser Zeitperiode war das Colon Theater, welches schon bald eines der wichtigsten Zentren der Welt wurde. Erbaut wurde es inmitten der wichtigsten Straßen der Stadt, während des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit der großartigen Architektur des Theaters wurden auch einige der höchsten Gebäude Südamerikas erbaut, genauso wie das Netzwerk der Untergrundbahn in Buenos Aires.

Wegen der tollen kulturellen Charakteristiken und architektonischen Eigenschaften in dieser Zeit wurde Buenos Aires zu einer der beliebtesten Destinationen für Einwanderer aus Europa während der 1920er Jahre. Wegen des großen Einflusses von Immigranten bildeten sich viele verschiedene Städte rund um das industrielle Zentrum der Stadt. Dies führte zu enormen sozialen Problemen und Armut, was wiederum einen extremen Kontrast zu den wohlhabenden Teilen der Bevölkerung darstellte.


Später im 20. Jahrhundert wurden die Kämpfe zwischen der linken Revolutionsbewegung und der rechten Parlamentgruppe Tiple A, unterstützt von Isabel Peron (die Frau von Präsident Juan Peron), die nach dem Tod ihres Mannes Präsidentin wurde, immer mehr. Der Militärcoup von 1976 führte zu einer Eskalation zwischen den liberalen und konservativen Kräften. Dies führte schließlich unvermeidlich zum „Schmutzigen Krieg“. Am Ende des Schmutzigen Krieges waren 10.000 bis 30.000 Personen vermißt, entführt oder getötet, und zwar vom Militär. Als Protest gegen den Krieg und die Geschehnisse wurden stille Märsche von Müttern der Vermißten durchgeführt. Diese Mütter wurden als Mütter des Plaza de Mayo bekannt und wurden zum Synonym für die vielen Leute in Argentinien, die während dieser Zeit große Leiden ertragen mußten.

Nachbarschaften

Buenos Aires war in 48 ursprüngliche Viertel eingeteilt – alles Nachbarschaften für administrative Zwecke. Ursprünglich waren die einzelnen Teile aufgrund von katholischen Prinzipien eingeteilt worden. Seit den Änderungen der 1940er Jahre hat sich das allerdings drastisch geändert und heute ist die Stadt insgesamt in 15 Kommunen eingeteilt.

2001 lebten 12,4 Millionen Personen als Bewohner in der Stadt und den Wohngegenden von Buenos Aires. Die Bevölkerungsdichte der Stadt beläuft sich auf 13.000 Einwohner je Quadratkilometer und Buenos Aires ist die bevölkerungsreichste Stadt in Argentinien. 88,9 Prozent der Bevölkerung ist weißen Ursprungs (Europäer), 2 Prozent Afroamerikanisch, 7 Prozent gehören den Ureinwohnern Amerikas an und 2,1 Prozent sind asiatisch.

Die Kultur

Die Stadt ist stark von der Europäischen Kultur beeinflußt und wird deshalb auch oft als das „Paris von Südamerika“ bezeichnet. Wie bereits erwähnt beherbergt Buenos Aires das Colon Theater, eines der großartigsten Opernhäuser der Welt. In diesem Opernhaus finden viele Symphonien, Orchester und Chöre ihr Zuhause. Außerdem gibt es über die ganze Stadt verteilt Museen der Moderne, der dekorativen Kunst, der populären Kunst sowie der heiligen Kunst, viele weitere Theater und Popmusik. Außerdem können die guterhaltenen Heimstätten von berühmten Schriftstellern und Künstlern gefunden werden. Verschiedenste Buchshops und Bibliotheken können in Übermaß in ganz Buenos Aires gefunden werden, wo auch botanische Gärten und wunderschöne Parks ihr Zuhause haben. Buenos Aires ist auch die Heimstätte eines weltberühmten Zoos und eines botanischen Gartens.

Die Sprache – Das Rioplatanesische Spanisch

Die Sprache, die zum größten Teil in Buenos Aires angetroffen wird ist unter dem Namen „Rioplatanesisches Spanisch“ bekannt. Ihr außerordentliches Klingen ist durch veseo, yeismo und den Verlust des Buchstaben s am Ende des Wortes gekennzeichnet. Die Dialekte von Andalusien und Murcia haben die Entwicklung des Spanisch in Buenos Aires sehr stark geprägt. Eine Studie, die zur Analyse des Dialekts durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass der „Porteno-Akzent“ am nähesten zum Neapolitanischen Dialekt in Italien ist – näher als zu jeder anderen Sprache heutzutage.

Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zog Argentinien Millionen von Immigranten aus Europa an – vor allem Italiener –, die zum größten Teil ihre lokalen Dialekte sprachen (vor allem jene aus Neapel, Sizilien und Genua). Die Anpassung auf das Spanische war für diese Immigranten eine graduale, was eine große Bandbreite von italienischen Dialekten sowie ein Spanisch, welches unter Cocoliche bekannt ist, geschaffen hat. Die Anwendung beschränkt sich heute allerdings auf ein Mindestmaß.

Viele spanische Immigranten aus der Region von Gallien kamen ebenfalls nach Buenos Aires. Deren gallische Sprache, Kultur und Küche hatten ebenfalls eine hohe Stellung und somit einen Effekt auf die Kultur der Stadt während des Großteils des 20. Jahrhundert.

Jüdisch ist auch nach wie vor in der ganzen Stadt von Buenos Aires zu hören, vor allem in dem „Balvanera“-Bezirk und in dem Stadtteil Crespo bis in die 1960er Jahre. Koreanisch und Chinesisch bekamen ebenfalls wichtige Sprachen mit Beginn der 1970er Jahre. Das ist vor allem auf die Menge der Immigranten aus Asien zurückzuführen. Allerdings passen sich die Immigranten neuerlich schneller an die Kultur an und lernen auch schneller die spanische Sprache.


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